Eigene Blutgruppe bestimmen

Möglichkeiten der Bestimmung von Blutgruppen

Die Frage, welche Blutgruppe man selbst hat, gewinnt immer mehr an Bedeutung. Oftmals fragen sich viele in diesem Zusammenhang dann auch, ob eine Bestimmung in Eigenregie hier überhaupt möglich ist. Fest steht, es gibt inzwischen einige Möglichkeiten, um die eigene Blutgruppe zu bestimmen.

Statistisch gesehen, ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich um die Blutgruppe A Rhesus Faktor positiv handelt, denn diese kommt mit rund 37% am häufigsten bei den Menschen hierzulande vor. Ebenso weit verbreitet ist außerdem die Blutgruppe 0 positiv. Rund 35% der Deutschen haben diese.

Was bedeutet eigentlich Blutgruppe?

Bei den roten Blutkörperchen handelt es sich um ringförmige Zellen. Diese tragen sowohl Sauerstoff, als auch Kohlendioxid durch die Blutbahnen. Die Hülle dieser Erythrozyten wird als Membran bezeichnet. Hier finden sich viele verschiedene Proteine. Diese wiederum verleihen den roten Blutkörperchen eine ganz bestimmte Oberflächenstruktur und werden auch als Antigene bezeichnet. Menschen mit der Blutgruppe 0 hingegen verfügen über keine dieser Blutgruppenantigene, während Personen mit der Blutgruppe AB gleich beide Eiweiße besitzen.

Welche Möglichkeiten gibt es, wenn es um die Blutgruppenbestimmung geht?

  • Blutgruppenbestimmung durch den Hausarzt

Zum einen ist es natürlich möglich die Blutgruppe durch den Hausarzt bestimmen zu lassen. In diesem Fall wird der Patient allerdings selbst zur Kasse gebeten, denn die Gesetzlichen Krankenkassen übernehmen diese Kosten in der Regel nicht. Nur in Ausnahmefällen, wie zum Beispiel, bei einer Operation oder bei einer erkrankten Schwangeren wird eine Blutgruppenbestimmung von den Krankenversicherungen übernommen.

  • Blutgruppenbestimmung durch Blutspenden

Wer hingegen seine Blutgruppe bestimmen lassen will, ohne dafür zahlen zu müssen, kann dies auch vornehmen lassen, indem er Blut spendet. Auf diese Weise erfahren Sie nicht nur Ihre eigene Blutgruppe, sondern tun auch noch etwas Gutes. Gerade hierzulande gehen die Zahlen der Blutspender stetig zurück. Die Blutbanken sind demnach nur noch bedingt gefüllt, so dass es sinnvoll inzwischen sogar sinnvoll ist sein Blut zu spenden.

  • Blutgruppenbestimmung durch einen Schnelltest

Außerdem ist es ebenfalls möglich seine Blutgruppe selbst zu bestimmen, denn inzwischen gibt es in Apotheken sogenannte Blutgruppen-Schnelltests. Die Durchführung ist recht simpel, denn es gilt lediglich ein paar Dinge zu beachten. So liegt diesem Test stets eine Karte mit vier Feldern bei. Auf jedes dieser Felder gilt es mit einer Pipette einen Tropfen Wasser zu geben. Im Anschluss daran muss eine Fingerkuppe gut desinfiziert werden. In diese wird dann mit einer Lanzette gestochen, so dass auf jedes der vier Felder ein Tropfen Blut gegeben werden kann.

Ist dies geschehen, muss gilt es nur noch das Blut auf jedem dieser Felder zu verrühren. Für jedes Feld muss dafür ein neues Stäbchen verwendet werden. Kommen die Flüssigkeiten der verschiedenen Felder miteinander in Kontakt ist der Test unbrauchbar, denn es kommt zu verfälschten Ergebnissen. Ist all das erledigt, muss das Ergebnis nur noch mit der beiliegenden Karte verglichen werden. In der Regel ist leicht zu erkennen, welche Felder aufflocken und welche nicht.

Warum ist es wichtig seine eigene Blutgruppe zu kennen?

Kommt es zu einem Unfall oder zu einer Operation ist der Patient nicht selten auf Spenderblut angewiesen. Leider verträgt sich aber nicht jedes Blut miteinander. Demnach entscheidet die Blutgruppe darüber, welches Blut der Betroffene empfangen kann, ohne dass es zu Komplikationen kommt. Somit ist, beispielsweise, die Blutgruppe 0 Rh negativ ein sogenannter Universalempfänger. Das Blut eines solchen Menschen eignet sich für alle anderen Spender. Sie selbst können aber nur Spenden empfangen mit dieser Blutgruppe.

Genau anders herum ist es hingegen bei der Blutgruppe AB Rh positiv. Diese Menschen können demnach jede andere Blutgruppe empfangen, allerdings ist ihr Blut nur für Personen mit ihrer Blutgruppe geeignet.

Was ist das wichtigste an Blutgruppen?

Ein individuelles Merkmal der roten Blutkörperchen ist die AB0-Blutgruppe. Demnach können die roten Blutkörperchen in ihrer Membran die Antigene A oder B enthalten oder aber sie enthalten gar keine Antigene. Letzteres ist dann die Blutgruppe 0. Außerdem lässt sich die Blutgruppe ebenso am Blutserum erkennen. Jede Blutgruppe zeichnet sich durch ganz spezielle Antikörper aus, die frei sich frei im Blut bewegen. Somit enthält jede Blutgruppe nur Antikörper gegen fremde Blutgruppen.

Blutgruppe A enthält demnach nur Antikörper gegen Blutgruppe B. Bei einer Bluttransfusion ist es somit bedeutend, dass Blutspender, sowie Empfänger dieselbe Blutgruppe besitzen, denn ansonsten würde das Blut verklumpen.

Fazit: Wer seine eigene Blutgruppe nicht kennt, kann diese im Grunde heute ganz einfach selbst bestimmen. In Apotheken finden sich heute sogenannte Blutgruppen-Schnelltests, die leicht zu handhaben sind. Wer hingegen kein Geld für seine Blutgruppenbestimmung ausgeben möchte und m gleichen Zuge noch etwas Gutes tun möchte, kann dies mit Blutspenden erreichen.

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