Entzündungshemmerforschung

Mögliches Mittel zum Senken des Bluthochdrucks: Entzündungshemmer

Das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) eines der körpereigenen Systeme, die den Blutdruck regulieren. Bei einem starken Abfall des Blutdrucks bewirkt zum Beispiel Angiostensin II eine Kontraktion der Gefäße, wodurch der Blutdruck wieder in den Normalbereich erhöht werden kann.

Ein erhöhter Angiostensin-II-Wert hat daher meistens Bluthochdruck zur Folge. Doch nun haben Wissenschaftler herausgefunden, dass dieses Hormon nicht alleine für für einen erhöhten Blutdruck verantwortlich ist.

Wissenschaftler der Universität Mainz haben herausgefunden, dass auch Immunzellen an diesem Prozess beteiligt sein müssen. Die Aktivität der menschlichen Fresszellen, die zu den Immunzellen und damit zu den Leukozyten zählen, wird durch einen erhöhten  Angiostensin-II-Wert gesteigert.

Sie wandern in die Wände der Gefäße und beginnen mit ihrer Aufgabe: Sie produzieren freie Radikale. Diese freien Radikale gehen Verbindungen mit dem von den Gefäßzellen produzierten Stickstoffoxiden ein, die zur Erweiterung von Blutgefäßen benötigt werden. Das Resultat ist, dass nicht mehr ausreichend Stickstoffoxid vorhanden ist, um die Gefäße in einem adäquaten Maß weiten zu können, um den Blutdruck zu senken.

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Die Mainzer Wissenschaftler fanden heraus, dass die Verabreichung von Entzündungshemmern, die die Aktivität von Fresszellen bei erhöhtem Angiostensin-II-Wert einschränken oder gar unterdrücken können, senkende Wirkung auf den Blutdruck haben könnte.

Die Forschung auf diesem Gebiet steckt jedoch noch in den Kinderschuhen. Die Entwicklung der entsprechenden Medikamente, die zahlreichen Patienten mit Bluthochdruck helfen könnten, könnte noch mehrere Jahre dauern.

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Autor: Robert Milan

Der Autor: - Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.

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