Arterielle Hypertonie: Definition, Messung und Behandlung
Symptome, Ursachen und Therapie
Arterielle Hypertonie bedeutet dauerhaft erhöhter Blutdruck in den Körperarterien. Nach der europäischen Leitlinie von 2024 liegt die diagnostische Schwelle bei einer Praxismessung bei mindestens 140 mmHg systolisch und/oder mindestens 90 mmHg diastolisch. Ein einzelner auffälliger Messwert reicht meist nicht für die Diagnose.
Warum „und/oder“ entscheidend ist
Auch wenn nur einer der beiden Werte die Schwelle erreicht, kann Bluthochdruck vorliegen. Ein hoher oberer Wert bei einem unteren Wert unter 90 mmHg wird als isolierte systolische Hypertonie bezeichnet. Die frühere Einleitung verwechselte diese besondere Konstellation mit der allgemeinen Definition.
Wie wird die Diagnose abgesichert?
Wiederholte Messungen und gegebenenfalls Heim- oder Langzeitmessungen helfen, die Werte einzuordnen. Dabei gelten je nach Messumgebung unterschiedliche Schwellen. Die korrekte Messtechnik ist wesentlich.
Diagnoseschwelle ist nicht Therapieziel
Die Entscheidung über eine Behandlung berücksichtigt zusätzlich das individuelle Herz-Kreislauf-Risiko und Begleiterkrankungen. Ein persönlicher Zielwert kann unter der Diagnoseschwelle liegen. Maßnahmen am Lebensstil und gegebenenfalls Medikamente werden auf die Situation abgestimmt.
Normales Befinden schließt erhöhte Werte nicht aus. Halten Sie Messwerte und Fragen für die Besprechung in der Praxis fest.
Quelle
Weiterführende Fachinformation
Redaktionell überarbeitet am 11. September 2026. Dieser Text dient der Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.