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Untersuchung und Diagnoseverfahren bei Verdacht auf Bluthochdruck – Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

In einem jährlichen Turnus sollte der Arzt den Blutdruck kontrollieren. Besonders Personen ab einem Alter von 40 Jahren, sollten sich einmal im Jahr für diesen Termin Zeit nehmen. Zum Arzt sollte man auch gehen, wenn eines oder gar mehrere der Begleiterscheinungen auftreten, zum Beispiel Kopfschmerzen am Morgen oder Nasenbluten.

Welche Informationen benötigt der Arzt?

Einer regulären vorangestellt, ist die sogenannte Anamnese. Dies ist ein Arzt-Patienten-Gespräch, bei dem der Arzt einige wichtige Informationen über den Patienten herausfiltern kann.

Bei dem Verdacht auf Bluthochdruck, wird der Arzt wahrscheinlich wissen wollen, ob der Patient bereits wegen Bluthochdrucks in Behandlung ist und seit wann (bei einer Neuaufnahme in die Patientenkartei), ob innerhalb der Familie bereits Fälle von Bluthochdruck bekannt sind.

Ob Risikofaktoren vorliegen (Krankheiten, wie Diabetes mellitus zum Beispiel), ob der Patient regelmäßig Medikamente zu sich nimmt und um welche Präparate es sich dabei handelt, wie der Lebenswandel des Patienten ist im Bezug auf die Ernährung und den Konsum von Genussmitteln, wie etwa Tabakwaren oder Alkohol und wie viel Bewegung der Betroffene in seinen Alltag integriert.

Auch der alltägliche Stresspegel spielt eine große Rolle im Zusammenhang mit Bluthochdruck.

Wie verläuft eine Untersuchung bei Verdacht auf Bluthochdruck ab?

Es gibt unterschiedliche Verfahren, um den Blutdruck zu messen. Eine invasive, direkte Messung etwa, wird in der Regel nur von einem Anästhesisten in einem Operationssaal durchgeführt, um die Werte während einer Operation zu kontrollieren.

In einer Arztpraxis wird der Blutdruck in der Regel mit einer Manschette aus einem flexiblen Material gemessen, welche sich aufpumpen lässt. Sie ist mit einem sogenannten Manometer verbunden. Zusammen mit einem Stethoskop lässt sich der Blutdruck ermitteln.

Dazu wird die Manschette an einem Oberarm befestigt und aufgepumpt (über den zu erwartenden Druck hinaus), wodurch der Blutfluss in der Arterie punktuell unterbrochen wird. Lässt der Arzt nun langsam wieder ab, so wird er über das Stethoskop die sogenannten Korotkow-Geräusche wahrnehmen können, die ihm sowohl den systolischen, als auch den diastolischen Wert verraten.

Den systolischen Wert kann der behandelnde Arzt ablesen, sobald er das erste Geräusch über das Stethoskop wahrnimmt, das nur dann auftritt, wenn die Arterie punktuell kompressiert wird. Den diastolischen Wert liest er auf dem Manometer ab, sobald der Druck der Manschette noch weiter gesenkt wurde und er keine weiteren Geräusche mehr über das Stethoskop wahrnehmen kann, was ein Zeichen dafür ist, dass das Blut verwirbelungsfrei und damit auch wieder ungehindert durch die Arterien fließen kann.

Diese sogenannte auskultatorische Messung ist relativ genau, für Krankenkassen günstig und für den Patienten schmerzfrei.

Hypertonie: Die Diagnose

Die Diagnose Hypertonie wird nicht nach einer einzigen Messung des Blutdrucks gestellt. Um zu erfahren, ob ein Patient wirklich von Bluthochdruck betroffen ist, sind einige Messungen notwendig, die das Ergebnis der ersten Messung verifizieren.

Zum Beispiel sollte mit einem gewissen Abstand eine Messung an dem anderen Arm durchgeführt werden, um das Ergebnis zu kontrollieren. Liegen beide Ergebnisse dicht beieinander, so scheint sie zutreffend zu sein.

Dieses Ergebnis muss jedoch noch mindestens einmal, an einem anderen Tag, überprüft werden, denn die Messungsergebnisse können durch zahlreiche Faktoren beeinflusst werden. Zum Beispiel kann der Patient aufgrund der ungewohnten Untersuchung so aufgeregt sein, dass sein Blutdruck zu dem Zeitpunkt der Messung erheblich erhöht ist. Auch kann die vorangegangene Einnahme von Medikamenten, kann das Messungsergebnis beeinflussen. Zudem kann es vorkommen, dass das verwendete Manometer eventuell falsch kalibriert wurde.

Um die Diagnose einer Hypertonie zu falsifizieren, sollte eine 24-Stunden-Messung durchgeführt werden, die dem Arzt zeigen wird, wie sich der Blutdruck des Patienten an einem Tag entwickelt. Dies ist besonders interessant, da er bei einer derartigen Messung die Blutdruckwerte aus aktiven und passiven (Ruhe-)Phasen miteinander vergleichen kann.

Wurde bei einem Patienten Hypertonie diagnostiziert, so werden weitere Untersuchungen durchgeführt. Es wird, je nach Form der Hypertonie (primär oder sekundär), nach einer möglichen Ursache gefahndet. Zudem wird untersucht, ob es bereits zu Folgeschäden an wichtigen Organen gekommen ist, oder ob der Patient an einer Herzinsuffizienz leidet.

Der Arzt entscheidet, welche weiteren Untersuchungen durchgeführt werden. Er kann den Patienten beispielsweise zu einem Augenarzt überstellen, der eventuelle Sehschäden diagnostizieren kann, oder er veranlasst eine Untersuchung mittels Ultraschall, Röntgenstrahlen, einem Kernspintomografen (MRT-Untersuchung) oder ein Belastungs-Elektrokradiogramm (EKG).

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