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Ratgeber für einen normalen Blutdruck

Was ist ein normaler Blutdruck?

Ein normaler Blutdruck ist immer ein Hinweis, das gesundheitlich alles im grünen Bereich ist. Daher sollte der Blutdruck, vor allem im fortgeschrittenen Alter, regelmäßig kontrolliert werden. Er ist ein Parameter für viele Arten von Erkrankungen

Was versteht man unter einem normalen Blutdruck?

Unter dem Begriff Blutdruck versteht man den Druck, mit dem das Blut durch den Herzmuskel in den Organismus gepumpt wird (auch arterieller Blutdruck). Angegeben wird der Messwert immer in zwei Zahlen, z. B. 115/70 mmHg.

Diese Kombination setzt sich zusammen aus dem systolischen und diastolischen Wert, der in Millimeter Quecksilbersäule angegeben wird. Der systolische Wert gibt den Druckwert während der Pumpbewegung des Herzens an und stellt die maximale Belastung dar (im Beispiel 115 mmHg).

Hingegen der diastolische Wert den Druck während der Entspannung des Herzens zeigt. Es ist die geringste Belastung und wird im Beispiel mit der Zahl 70 mmHg angegeben. HG ist das chemische Zeichen für Quecksilber. Somit zeigen die Blutdruckwerte den Druck an, den eine Quecksilbersäule von 1 mm Höhe ausübt. Der Puls ist das Ergebnis der Pumpbewegung des Herzens.

Die Messparameter zur Einteilung der Blutdruck-Werte hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgestellt.

Normaler Blutdruck Tabelle:

Systolisch (mmHg) Diastolisch (mmHg)
Optimaler Blutdruck < 120 < 80
Normaler Blutdruck 120 – 129 80 – 84
Hoch-normaler Blutdruck 130 – 139 85 – 89
Milde Hypertonie (Stufe 1) 140 – 159 90 – 99
Mittlere Hypertonie (Stufe 2) 160 – 179 100 – 109
Schwere Hypertonie (Stufe 3) > = 180 > = 110
Die deutsche Hochdruckliga fügte noch die isolierte systolische Hypertonie hinzu, bei der der systolische Druck über 140 mmHg und der diastolische Blutdruck unter 90 mmHg liegt, was bedeutet, dass das diastolische Blutbild im Normbereich liegt, während der systolische Blutdruck im Bereich der Hypertonie (Bluthochdruck) liegt.
Isolierte systolische Hypertonie > = 140 < 90

Doch was ist überhaupt ein normaler Blutdruck? Die Tabelle zeigt die Werte an, doch geringe Abweichungen sind nicht krankhaft, eher individuell. Neu definiert wurde die äußerste Grenze für Personen bis 50 Jahre auf 139/89 mmHg. Die europäischen Leitlinien empfehlen einen systolischen Zielblutdruck von 140 – 150 mmHG bei Menschen zwischen 60 und 80 Jahren.

Die Werte für den optimalen Blutdruck sind zwar ein anzustrebendes Ziel, doch sollten sie keinen Stress verursachen, wenn die eigenen Werte abweichen. Auch sollte man bedenken, dass die Werte zu verschiedenen Tageszeiten sich ganz erheblich unterscheiden können. Wer genaues wissen will, misst den Blutdruck unter folgenden Voraussetzungen:

  • 3 x täglich über einen längeren Zeitraum (14 Tage/3 Wochen) zu den immer gleichen Tageszeiten
  • Vor den Messungen keine schweren Mahlzeiten einnehmen
  • Keine körperlichen Belastungen vor den Messungen
  • 10 Minuten vor den Messungen ruhig sitzen oder liegen, damit der Körper zur Ruhe kommt
  • Den Messarm (in der Regel der linke, da er auf der Herzseite ist) sollte während der Messung in Herzhöhe und nicht angewinkelt sein

Die Ergebnisse ergeben einen aussagekräftigen Durchschnittswert. Krankhafte Werte, die auf eine Hypertonie hinweisen, gehören in die Hand eines Arztes oder Therapeuten.

Wie erreicht man normale Blutdruckwerte?

Wer nicht erblich vorbelastet ist, verfügt von Natur aus über einen normalen Blutdruck. Stress, fehlender Schlaf, Schwangerschaften, mangelnde Bewegung, falsche Ernährung, Übergewicht und Krankheit sorgen jedoch für eine Verschiebung in die falsche Richtung, sodass schnell ein Bluthochdruck erreicht wird, der im schlimmsten Fall lebensgefährlich werden kann (Schlaganfall, Herzinfarkt usw.).

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Oft schleicht sich im Laufe der Jahre ein Lebenswandel ein, der mit dem natürlichen Lebenswandel nichts mehr gemein hat. Die Lebensumstände verursachen Stress und verhindern ausreichenden Schlaf. Die wachsende Familie lässt Menschen den Blick für ihre eigene Gesundheit verlieren.

Die Folge sind oft mangelnde Bewegung und falsche Ernährung, denn gestresste Menschen greifen seltener zu gesundem Gemüse. So ist das Übergewicht, das ewig für Unzufriedenheit sorgt, vorprogrammiert. Auch Stress bei der Arbeit, der Ärger über den Chef und die Arbeitskollegen usw. treiben den Blutdruck in die Höhe.

Doch nicht nur der überhöhte Blutdruck ist eine Gefahr. Oft geht damit auch das Risiko einher, an Diabetes zu erkranken, ein Aneurysma zu erleiden oder Durchblutungsstörungen (Arteriosklerose = Arterienverkalkung) zu bekommen.

Eltern tun gut daran, ihren Sprösslingen das Bewusstsein für eine gesunde und gemäßigte Lebensweise mitzugeben. Wer sich selbst nicht aus den Augen verliert und so lebt, wie er auch selber mithalten kann, wird immer stolzer Eigentümer eines normalen Blutdrucks sein (vorausgesetzt, man ist nicht erblich vorbelastet).

Wer aber nun einen überhöhten Blutdruck (Hypertonie) sein Eigen nennet, kann dennoch einiges tun, um Normalwerte zu erreichen:

  • Gewicht reduzieren: Geringere Körpermasse bringt weniger Arbeit für das Herz.
  • Mit dem Rauchen aufhören: Das Rauchen verengt die Gefäße, was den erhöhten Blutdurchfluss, d. h. erhöhten Blutdruck zur Folge hat.
  • Sport treiben: Je mehr und abwechslungsreicher, umso besser. Das hält die Gefäße elastisch und befreit sie von Ablagerungen.
  • Gesund ernähren: Wenig Fleisch, Fett und Zucker – das sind die Grundlagen. Die gesündesten Menschen sind die Veganer. Eine gesunde Ernährung verschafft eine schier unglaubliche Energie und sorgt für einen besseren Schlaf.
  • Ausreichend schlafen: Schlafproblemen sollte man auf den Grund gehen. Im Schlaf regeneriert der ganze Körper, davon ist auch der Blutdruck abhängig.
  • Möglichst auf Medikamente verzichten: Wer welche nehmen muss, sollte in jedem Fall die Notwendigkeit für die Einnahme überprüfen lassen (z. B. Schilddrüsenuntersuchung). Jemand, der gar keine Arzneien braucht, hat die besten Chancen auf einen normalen Blutdruck. Doch sollte man niemals Medikamente ohne das Wissen des Arztes einfach weglassen, denn sonst kann der Schaden unter Umständen größer als der Nutzen sein.

Seltener ist der Fall des zu niedrigen Blutdrucks. Oft sind junge und sehr schlanke Frauen davon betroffen, aber auch Schwangere. Für letztere kann der zu niedrige Blutdruck (Hypotonie) bei Mutter und Kind eine nicht zu unterschätzende Gefahr darstellen, und zwar aufgrund einer Unterversorgung der Gebärmutter und somit des Kindes. Dies wiederum führt aller Wahrscheinlichkeit zu Komplikationen bei der Geburt, was auch das Leben der Mutter gefährden kann.

Fazit

Wer eine gesunde Lebensweise anstrebt, hat die besten Chancen auf einen normalen Blutdruck, der ja auch immer Hinweis auf etwaige Erkrankungen sein kann. Deshalb wird er bei Arztbesuchen auch oft zu allererst gemessen. Kontrollieren kann man zu Hause ganz leicht selber, denn es gibt Messgeräte für zu Hause. Menschen mit normalem Blutdruck sind in der Regel gesunde Menschen.
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