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Guter Blutdruck

Guter Blutdruck

Bei allem, was gut ist, fühlt man sich wohl. Auch bei einem guten Blutdruck. Ist er zu hoch, fühlt man sich getrieben, unruhig, schläft oft schlecht, leidet öfter unter Kopfschmerzen, ist kurzatmig und vieles andere. Ist er zu niedrig, ist man antriebslos und möchte am liebsten ununterbrochen schlafen.

Dieser zu niedrige Blutdruck (Hypotonie) stellt keine Krankheit dar, kann jedoch gerade bei Schwangeren für Mutter und Kind aufgrund von Unterversorgung lebensgefährlich werden und muss behandelt werden. Auch der zu hohe Blutdruck (Hypertonie) muss behandelt werden. Richtwerte für den Normalbereich des Blutdrucks geben die beiden nachfolgenden Tabellen:

Erwachsene Systolisch (mmHg) Diastolisch (mmHg)
Optimaler Blutdruck < 120 < 80
Normaler Blutdruck 120 – 129 80 – 84
Hoch-normaler Blutdruck 130 – 139 85 – 89

Kinder und Jugendliche Systolisch (mmHg) Diastolisch (mmHg)
Neugeborene 70 – 80
Babys bis 3 Monate 70 – 85
Kleinkinder bis 1 Jahr 85 – 95 60
Kinder bis 9 Jahre 95 – 100 60 – 70
Jugendliche bis 14 Jahre 101 – 110 68 – 74

Die Gefahren der Hypertonie und was man dagegen tun kann

Bluthochdruck ist eine Zivilisationskrankheit. Sein Auftreten ist eine Folge der Industrialisierung bzw. des „guten Lebens“. Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall u.v.m. können die ernsten Folgen einer unbehandelten Hypertonie sein. Das Internet gibt hinreichend Auskunft. Sie verändern das ganze Leben, nichts ist mehr wie zuvor. Bei Bluthochdruck muss das Herz viel mehr leisten, als es eigentlich auf die Dauer kann.

Gibt man dem Körper nicht das, was er braucht, muss er reagieren – und zwar nicht auf die gute Art. Ein Marathonläufer, der zu schnell läuft und seine Kräfte nicht einteilt, wird auch nicht die 42,195 km schaffen, sondern schon vorher am Ende sein, er muss aufgeben. Das Herz ist ein lebenslanger Marathonläufer. Das gesunde Herz schlägt täglich ca. 100.000 Mal und im Laufe eines Lebens rund 3.000.000.000 Mal (in Worten: drei Milliarden) und pumpt dabei etwa 250 Mio. Liter Blut durch den Körper. Unvorstellbare Zahlen, die aber helfen, für Klarheit zu sorgen.

Die heutige Zeit lässt uns keine Zeit. Alles muss schnell gehen. Wir bewegen uns kaum noch, weil es mit dem Auto viel schneller geht. Wir bereiten unsere Mahlzeiten nicht mehr selbst zu, denn es gibt einfache und fertige Alternativen im Handel. Das Leben ist bequem geworden und dennoch so stressig.

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Bedenken wir doch einmal, wo wir herkommen: aus dem Garten Eden. Damals gab es keine Fertiggerichte, keinen Supermarkt, keine Autos. Die Nahrung musste selbst gesucht, später selbst angebaut bzw. gezüchtet und verarbeitet werden. Schon diese Tatsache sorgte für körperliche und geistige Anstrengung. Einen Staubsauger besaß niemand, denn es gab ja auch keine Elektrizität. Wollte man von A nach B kommen, musste man seine eigenen Füße benutzen.

Heute fällt ein einzelner Waldarbeiter einen dicken Baum innerhalb von wenigen Minuten und muss sich dabei nicht mal anstrengen. Als noch Handarbeit angesagt war, brauchte er Stunden dafür und musste ihn nach dem Fällen noch entasten. Hört sich vielleicht schrecklich an, doch das Herz blieb damals gesund. Bluthochdruck kam damals sicher nur aus der Veranlagung, nicht aus der falschen Lebensweise.

Wie erreicht man einen guten Blutdruck

Das ist ganz simpel: man kehrt zur einfachen und gesunden Lebensweise zurück. Das heißt aber nicht, zurück in die Steinzeit. Das menschliche Gehirn kann Geniales leisten. Es denkt, plant und konstruiert. Der Körper ist in der Lage, diese Konstruktionen zu bauen, weil das Gehirn es sagt. Wäre das Gehirn ein Herz, wäre es erzgesund, weil es nicht mehr leisten muss, als es kann. Doch sind es wenige Gehirne, die alle Bequemlichkeiten unserer Zeit schaffen.

Der Rest der Menschheit folgt nur. Diese permanenten Bequemlichkeiten gilt es, aus dem Alltag zu entfernen. Laufen wir doch wieder Treppe, statt den Aufzug zu nehmen! Gehen wir die zwei oder drei Kilometer zum Bäcker einfach zu Fuß! Etwas im Keller vergessen? Kein Problem. Ist doch toll, wenn man nochmal laufen kann. Es muss auch nicht der Staubsauger- oder Rasenmäher-Roboter sein, der die Arbeit übernimmt. Machen wir es doch selbst. Und so weiter.

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ein guter Blutdruck erwächst aus einer guten Lebensweise. Aber nicht solch gute Lebensweise, wie man landläufig meint, indem man alles mitnimmt, was man bekommen kann. Nein, eine gute Lebensweise, die es gut mit einem meint. Gesunder Umgang mit Stress, Grenzen die man sich setzt, um gesund zu bleiben, ausreichend Schlaf, gesundes Essen und der Verzicht auf Alkohol und Nikotin.

Der Arzt sagt oft, dass man abnehmen und Stress abbauen muss. Oft denkt man ‚er kennt mein Leben nicht‘. Doch er hat recht. Ändern kann man sein Leben aber nur selber. Hilflos ist niemand. Das Leben ist ein Geschenk, das man hegen und pflegen muss. Das Gleiche tut man damit für einen guten Blutdruck, gefolgt von bester Lebensqualität – physisch und psychisch.

Einen guten Blutdruck erreicht man, indem man wieder Verantwortung übernimmt – für sich selbst und für die Umwelt. Vielleicht ist es an der Zeit, die Prioritäten im Leben neu zu ordnen. Gerne kann man andere Menschen mit diesem neuen Aktionismus anstecken. Back to the roots (zurück zu den Wurzeln) ist die Devise, die uns unter Umständen das Leben retten kann. Damit verändert man die Welt – mit einem guten Blutdruck. Und das verloren geglaubte Lebensgefühl, das man vielleicht noch aus jungen Jahren kennt, kehrt plötzlich zurück.

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