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Blutdrucksenkende Lebensmittel

Blutdrucksenkende Lebensmittel

Der Faktor Ernährung bei Bluthochdruck

Falsche Ernährung treibt den Blutdruck in die Höhe. Vor allem das fett- und zuckerreiche Essen sowie zu viel Salz sorgt für die ungesunde Erhöhung. Auch das Gewicht leidet darunter und bewirkt wiederum, dass das Herz mehr zu leisten hat. Die Folge kennen wir.

Doch kann man mit Hilfe der Natur auch hier Abhilfe schaffen. Es gibt blutdrucksenkende Lebensmittel, die bei der Therapie behilflich sein können und eine Prävention gegen die gefährliche Hypertonie (Bluthockdruck) darstellen. Somit stärken sie die Gefäße und verbessern ihre Funktionalität.

Viele medizinische Studien beschäftigten sich schon mit dem Thema der natürlichen Blutdrucksenkung. Die Ergebnisse zeigten, dass vor allem Obst und Gemüse mit hohem Kalium- und Nitratanteil (nicht zu verwechseln mit Natrium) sowie antioxidativen Pflanzenstoffen das Herz-Kreislauf-System positiv beeinflussen.

Bananen

Hier forschte das indische Kasturba Medical College und belegte, dass der Verzehr von täglich zwei Bananen über eine Woche den Blutdruck bereits um 10 % senken kann. Verantwortlich dafür ist der hohe Kaliumanteil, der für die Flüssigkeitsbalance im menschlichen Organismus sorgt. Auch der Blutfluss lässt sich so regulieren. Untersuchungen der Harvard Medical School ergaben, dass der Anteil des Kaliumnitrats in Bananen bei Bluthochdruck effizienter wirkt als kaliumchloridhaltige Supplemente.

Kakao

Die Schokoladenfans wird die Nachricht glücklich machen: Jawohl, Kakao senkt den Blutdruck innerhalb weniger Wochen um bis zu drei Punkte. Wer Kakao in Form von Schokolade verzehren möchte, sollte jedoch auf hochwertige Bitterschokolade mit hohem Kakaoanteil zurückgreifen. Die gefäßschützende Wirkung des dunklen Goldes war schon im 18. Jahrhundert bekannt. Ursache sind die Flavanole und Phenole, insbesondere Flavan-3-ol und Katechin. Weiße oder Vollmilchschokolade besitzen keine blutdrucksenkende Wirkung.

Unsere Empfehlung für ein natürliches Mittel um den Blutdruck zu senken

Kartoffeln

Phenole, Kalium und Antioxidantien sind die Wirkstoffe, die sich positiv auf den Blutdruck auswirken und sind tatsächlich auch in der heimischen Kartoffel zu finden. Sie enthält zusätzlich sog. Carotinoide – ein Pflanzenfarbstoff, der in zahlreichen Gemüsesorten vorhanden ist und für die Färbung sorgt.

Sie besitzen einen hohen Gesundheitswert für das Herz. Amerikanische Forscher raten bei Bluthochdruck eher zu den farbintensiven roten oder blauen Kartoffeln. Sie sollte jedoch nur in gemäßigter Hitze gegart werden, damit die blutdrucksenkenden Inhaltsstoffe den Garprozess unzerstört überstehen.

Kiwis

Die American Heart Association fand heraus, dass drei Kiwis pro Tag ausreichen, um den Blutdruck merklich zu senken. Die Wirkung ist sogar stärker als die einer vergleichbaren Menge an Äpfeln (an apple a day keeps the doctor away). „Schuld daran“ sind die Antioxidantien wie z. B. Lutein und Aminosäuren wie z. B. Arginin.

Diese Inhaltsstoffe sind oft in tropischen Früchten reichlich enthalten. Man spricht hier sogar von einem ungeahnten Maß an blutdrucksenkenden und gefäßerweiternden Eigenschaften. Beim Kauf sollte man aber darauf achten, dass die Früchte reif sind. Unreife eignen sich nicht.

Knoblauch und andere Kräuter

So mancher stört sich am Geruch, doch sein Erfolg im Bereich des Blutdrucks ist nicht zu unterschätzen. Er putzt sozusagen die Gefäße durch. Auch Bärlauch, Brennnessel, Chili, Lavendel, Petersilie und Sellerie besitzen blutdrucksenkende Eigenschaften. Spitzenreiter bleibt jedoch der Knoblauch, der schon in der Antike als entsprechendes Mittel Verwendung fand. Zahlreiche Studien belegen die gesunde Wirkung.

Verantwortlich ist der Pflanzenstoff, der dem Knoblauch zu eigen ist. Er wird im menschlichen Organismus zu Schwefelwasserstoff, welcher das Blut verdünnt und die Gefäße erweitert. Für die optimale Wirkung sollte die Knolle zerdrückt werden, um den Saft mit den Inhaltsstoffen freizusetzen.

Naturreis

Studien belegen, dass Japaner viel seltener unter Bluthochdruck und koronaren Herzerkrankungen leiden, als der Rest der Welt. Grund hierfür ist die in vielen japanischen Reissorten enthaltene Aleuronschicht, welche den Stärkekern des Reiskorns umhüllt. Täglicher Reiskonsum zieht die Hemmung von blutdruckfördernden Gewebshormonen wie z. B. Angiotensin II nach sich. Dies gilt jedoch nur für Naturreis, nicht für künstlich nachbehandelten Reis, wie er oft in unseren Regalen steht.

Rosinen

Rosinen enthalten viel Kalium, das eine entspannende Wirkung auf die Arterien hat. Nach Angaben des L-MARC Research Centers in Lousianna reicht der Verzehr von 3 x täglich einer Handvoll Rosinen aus, um die positive Wirkung zu nutzen.

Rote Bete

Der hohe Nitratgehalt, in roter Bete reichlich vorkommend, besitzt blutdrucksenkende Eigenschaften und entfaltet schon eine Stunde nach dem Essen seine Wirkung – und hält bis zu 23 Stunden an. Die Forscher der London School of Medicine empfiehlt daher eine Aufnahme von 500 ml Rote-Bete-Saft täglich. Wer ihn nicht mag, kann auf Rote Bete aus dem Glas zurückgreifen oder das Wurzelgemüse als Salat zubereiten.

Wassermelone

Vor allem im Sommer ist sie sehr erfrischend. Doch kaum jemand kennt ihre blutdrucksenkenden Eigenschaften. Verantwortlich ist eine Aminosäure mit Namen Citrullin. Forscher der Florida State University fanden heraus, dass dieser Inhaltsstoff im Körper in die Aminosäure Arginin umgewandelt wird (gleiche Wirkung wie Kiwis).

Weißdorn

Schon seit Jahrhunderten wird der Weißdorn bei der Behandlung von Bluthochdruck erfolgreich eingesetzt. Die Wirkung basiert auf dem reichen Vorkommen an Phenolen, die durchblutungsfördernde Eigenschaften besitzen. Auch die Sauerstoffversorgung des Blutes und die Erweiterung der Blutgefäße sind Folge einer regelmäßigen Einnahme von Weißdorn.

Warum Natur einfach besser ist

Wer sofort Hilfe braucht bei der Blutdrucksenkung, muss selbstverständlich auf Medikamente zurückgreifen. Jeder Arzt wird darauf bestehen, denn schließlich kann die Situation lebensbedrohlich werden, da hilft auch kein Knoblauch. Doch um den Blutdruck dauerhaft auf einem gesunden Level zu halten, kann man sehr wohl auf die genannten gesunden Lebensmittel zurückgreifen, die zudem äußerst schmackhaft sind.

Eines darf man nicht vergessen: Vor der Entwicklung chemischer Medikamente gab es nur Naturheilmittel zur Behandlung von Erkrankungen jeglicher Art. Diese waren nicht weniger erfolgreich, doch brauchen sie manchmal etwas länger. Auch ist es einfacher, die Tablettendose zu öffnen und eine Tablette zu entnehmen.

Die Zubereitung von Lebensmitteln benötigt manchmal Zeit und Mühe. Nebenwirkungen sind allerdings nicht zu erwarten. Oder vielleicht doch? Diese sind dann allerdings eher der positiven Art: mehr Energie, Lebensfreude, gute Figur und allgemeine Fitness. Nicht zu vergessen – das gesunde Herz.

Wer also solche Lebensmittel und Kräuter in seinen täglichen Speiseplan einbaut, tut sich und der Umwelt gutes. Denn die Produktion von Arzneimitteln erfordert einen hohen Energieaufwand, teuer sind sie zudem auch noch. Eine Kiwi bekommt man schon ab ca. 0,19 Euro. Dreimal täglich werden nicht einmal 60 Cent daraus. Ein recht günstiges und adäquates Gesundheitsmittel, das zudem hervorragend schmeckt. Wer die Wahl hat, hat die Qual.

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