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Bluthochdruck Symptome

Aktuelle Studien belegen, dass etwa 30 Prozent der erwachsenen Bevölkerung von Bluthochdruck betroffen sind. Rund die Hälfte aller Herzinfarkte und Schlaganfällen könnten vermieden werden, wenn der Bluthochdruck rechtzeitig erkannt und behandelt würde.

Zwar werden im Vergleich zu früheren Jahren mittlerweile weitaus mehr Bluthochdruckpatienten behandelt, doch immer noch wissen rund 20 Prozent der Betroffen gar nicht, dass sie unter Bluthochdruck leiden.

Die vergleichsweise hohe Quote der unerkannten Erkrankungen liegt nicht zuletzt daran, dass sich Bluthochdruck anhand unterschiedlichster Symptome zeigen kann und sich nicht selten für die Betroffen völlig unbemerkt entwickelt.

Neben der Aufklärung und die Sensibilisierung für die Gefährdung der Gesundheit durch Bluthochdruck ist es daher wichtig, die möglichen Symptome des Bluthochdrucks zu kennen, um bei deren Auftreten möglichst schnell mit einer gezielten Behandlung zu beginnen.

Fehlende Beschwerden – ein Risikofaktor

Bluthochdruck entwickelt sich häufig für lange Zeit völlig im Verborgenen. Die Betroffenen leiden unter keinerlei Beschwerden und fühlen sich körperlich völlig gesund und fit. Bluthochdruck ist oftmals eine schleichende Gefahr und wird daher auch als „stiller Killer“ bezeichnet. Doch nicht immer verläuft Bluthochdruck zu Beginn völlig beschwerdefrei.

Die auftretenden Symptome werden jedoch von vielen Betroffenen nicht mit möglichen Blutdruckproblemen in Verbindung gebracht und daher als Warnsignale kaum bis gar nicht wahrgenommen. So werden die meisten Bluthochdruckerkrankungen auch zumeist eher zufällig im Rahmen einer Routineuntersuchung festgestellt.

Anzeichen, die auf einen zu hohen Blutdruck hindeuten können

Zu Beginn der Erkrankung macht sich der Bluthochdruck entweder gar nicht, oder nur durch leichte und kaum wahrnehmbare Symptome bemerkbar. So können

ein Hinweis auf Bluthochdruck sein. Insbesondere Kopfschmerzen sind ein typisches Anzeichen für Bluthochdruck. Zumeist treten sie dabei vor morgens, kurz nach dem Aufwachen auf und sitzen dabei eher im Hinterkopf.

Derartige Kopfschmerzen können ein Indiz für einen Bluthochdruck in der Nacht sein. Bei einem gesunden Menschen sinkt der Blutdruck im Schlaf ab. Bei einer vorliegenden Hypertonie ist dies nicht der Fall. Infolge kommt es zu den typischen Morgenkopfschmerzen.

Durch den fehlenden Blutdruckabfall in der Nacht können auch Ein- oder Durchschlafstörungen auftreten. Insbesondere wenn häufiger Kopfschmerzen in Kombination mit Schlafstörungen auftreten sollten die Symptome vom Arzt abgeklärt werden. Ebenfalls zu den häufiger auftretenden Symptomen gehört Schwindel.

Vor allem wenn der Schwindel ohne jeden erkennbaren Grund auftritt, kann Bluthochdruck die Ursache für diese Beschwerden sein. Jedes der aufgeführten Symptome kann, muss aber keineswegs ein Anzeichen für eine Hypertonie sein. Das ist einer der Gründe dafür, dass die Betroffen so häufig ihre Bluthochdruckerkrankung gar nicht wahrnehmen.

Bluthochdruck – Stresssymptome oder Wechseljahrbeschwerden

Ganz allgemein steigt mit zunehmendem Alter auch die Gefahr an Bluthochdruck zu erkranken. Dies gilt für Männer und Frauen gleichermaßen. Nicht selten treten als erste Warnhinweise für eine mögliche Hypertonie Nervosität und Kurzatmigkeit auf. Besonders die innere Nervosität wird oftmals als ein typisches Stresssymptom gedeutet. Eine auftretende Kurzatmigkeit wird indes häufig auf mangelnde Bewegung in Verbindung mit Zeitdruck und Stress zurückgeführt.

Unter Stress und Bewegungsmangel leiden vor allem Menschen mittleren Alters. Kein Wunder also, dass die Symptome einer Hypertonie gern mit allgemeinen Stresssymptomen verwechselt werden. Treten diese Anzeichen bei Frauen zu Beginn der Wechseljahre auf, werden sie nicht selten mit den typischen Beschwerden der Menopause verwechselt. Eine Hypertonie kann sich demnach auf ganz unterschiedliche Art bemerkbar machen.

Das Tückische an allen möglichen Symptomen einer Hypertonie ist deren Vielfältigkeit und die Tatsache, dass jedes Anzeichen für Bluthochdruck auch ein Symptom für andere Beschwerden und Unpässlichkeiten sein kann. Bei machen Betroffenen machen sich die Symptome vor allem in der kalten Jahreszeit verstärkt bemerkbar. Doch auch dies muss nicht in jedem Fall so sein.

Stärkere Symptome – zumeist ein Zeichen für Folgeerkrankungen

Bluthochdruck ist eine Erkrankung, die sich nur unspezifisch und vor allem schleichend bemerkbar macht. Doch genau das macht die Gefahr der Hypertonie aus.

Bleibt der Bluthochdruck für lange Zeit unbemerkt und unerkannt, können sich daraus ernsthafte Folgeerkrankungen entwickeln. Bleiben die Blutdruckwerte über einen längeren Zeitraum konstant erhöht, können dadurch wichtige Organe wie das Herz oder die Nieren in Mitleidenschaft gezogen werden.

Infolge kommt es zu stärkeren Symptomen, die jedoch nicht als reine Hypertonie-Symptome bezeichnet werden können. Stattdessen handelt es sich dabei eher um Symptome, die durch Bluthochdruck in Kombination mit Folgeerkrankungen entstehen. Zu diesen Symptomen gehören:

  • Herzschmerzen
  • Brustenge
  • eine verringerte Leistungsfähigkeit
  • Ödeme
  • Schmerzen in den Beinen
  • eine abnehmende Sehschärfe
  • Ausfälle im Gesichtsfeld

Herzschmerzen, auch als Angina pectoris bekannt, und Brustenge sind typische Anzeichen für eine koronare Herzerkrankung. Die Erkrankungen des Herzens (kurz KHK) entstehen durch Verengung oder Verschluss der Herzkranzgefäße. Bluthochdruck ist einer der größten Risikofaktoren. Zu den koronaren Herzerkrankungen gehören die verschiedensten Erkrankungen von Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzinfarkt.

Löst der Bluthochdruck eine Herzinsuffizienz aus, kann sich dies an Symptomen wie Wassereinlagerungen in den Beinen (Ödeme) oder einer verminderten Leistungsfähigkeit zeigen. Die Herzinsuffizienz ist eine Herzschwäche und gehört zu den häufigsten Todesursachen überhaupt. Bei einer Herzinsuffizienz ist das Herz nicht mehr in der Lage, den Körper mit Blut und Sauerstoff in ausreichendem Maße zu versorgen. Ein unbehandelter Bluthochdruck schwächt auf Dauer das Herz und kann damit ernsthafte Konsequenzen haben.

Treten aus ungeklärtem Grund Schmerzen in den Beinen auf, kann eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) die Ursache sein. Auch dafür kann ein unerkannter Bluthochdruck verantwortlich sein. Bei einer PAVK kommt es zumeist zu einem Verschluss der Gefäße in den Beinen. Seltener, aber durchaus möglich, ist auch ein Verschluss der arteriellen Gefäße in den Armen.

Eine weitere schwerwiegende Folgeerkrankung von Bluthochdruck kann eine hypertensive Retiopathie sein. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung der Netzhaut des Auges. Als Folgesymptome bei Bluthochdruck machen sich dann eine abnehmende Sehschärfe oder gar Ausfälle im Gesichtsfeld bemerkbar.

Die Symptome einer hypertensiven Krise

Nicht immer verläuft eine Hypertonie kontinuierlich mit eher unauffälligen Symptomen ab. So kann der Blutdruck vor allem in Stresssituationen oder auch bei Panikattacken plötzlich und völlig unerwartet in die Höhe schießen. Dann löst die Hypertonie zumeist Beschwerden wie Kopfschmerzen, Sehstörungen und Schwindel, bis hin zu Bewusstseinsstörungen und Angina pectoris aus.

Ein solch spontaner Anstieg des Blutdrucks auf Werte bis zu 230/130 mmHg und sogar noch mehr, wird als hypertensive Krise bezeichnet. Nicht selten werden dabei wichtige innere Organe nachhaltig geschädigt. In solchen Fällen handelt es sich um einen echten medizinischen Notfall. Im Zweifelt sollte daher sofort der Notarzt verständigt werden.

Auch kleine Anzeichen ernstnehmen

Bluthochdruck ist weitverbreitet und immer noch eine Erkrankung, die oftmals nicht ernstgenommen wird. Das rechtzeitige Erkennen und das richtige Deuten selbst von kleinen Anzeichen, die auf Bluthochdruck hinweisen können, sind daher wichtig. Bluthochdruck kann vielfältige Symptome zeigen.

Jedes mögliche Symptom kann auch ein Anzeichen für eine andere Erkrankung sein und muss nicht immer und in jedem Fall einen ernsthaften Hintergrund haben. So muss nicht jede Kopfschmerzattacke einen ernsthaften Hintergrund haben.

Auch eine rote Gesichtsfarbe muss nicht zwangsläufig ein Anzeichen für einen erhöhten Blutdruck sein und nicht jede Nervosität und innere Unruhe hat organische Ursachen.

Treten jedoch zunächst harmlos erscheinende Anzeichen häufiger oder regelmäßig auf, ist eine Abklärung der Ursachen notwendig, denn eine unbemerkte und unbehandelte Hypertonie ist einer der häufigsten Auslöser schwerwiegender Erkrankungen, die unter Umständen sogar zum Tod führen können.

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