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Cholesterin Grenzwerte

Was sind Cholesterin Grenzwerte?

Cholesterin, eine Art von Blutfetten, ist ungefährlich, solange die Konzentration im Blut normal hoch ist. Cholesterin teilt sich auf in sogenanntes “schlechtes” Cholesterin, LDL, und “gutes” Cholesterin, HDL. Für diese beiden Werte gibt es keine direkten Normwerte, aber doch Richtlinien, in welchem Verhältnis diese im Blut anzutreffen sein sollten.

HDL Cholesterin zu niedrig

Cholesterin ist ein wichtiger Baustein unserer Zellen und für viele Stoffwechselvorgänge des Körpers verantwortlich. Ob die Cholesterinwerte im Normalbereich liegen, kann durch einen Bluttest beim Hausarzt festgestellt werden. Diese Cholesterinwerte sollten bei dem Gesamtcholesterin eines Erwachsenen unter 200 mg/dl liegen. Der Anteil des HDL-Cholesterin entscheidet hierbei, ob eine Cholesterinerhöhung gefährlich ist.

Das HDL-Cholesterin zählt zu dem guten Cholesterin und schützt die Blutgefäße indem es in den Gefäßwänden eingelagertes Cholesterin löst und abtransportiert sowie das Verkleben von Blutplättchen verhindert.

Sind die Werte des HDL-Cholesterin zu niedrig, so kann es zu einer Bildung von Blutgerinnseln oder sogar zum Auftreten von Schlaganfällen oder Herzinfarkten kommen.

Sind die Werte des HDL-Cholesterin zu niedrig, so kann dies zum metabolischen Syndrom führen oder dessen Entstehung begünstigen. Diese Störung betrifft mehrere Stoffwechselvorgänge im Körper und gilt als Auslöser zahlreicher Krankheiten.

Um das HDL-Cholesterin zu erhöhen eignet sich eine fettarme und ausgewogene Ernährung. Fleisch und Wurstwaren sollten nur selten auf dem Speiseplan stehen, und gegen Fisch, Obst und Gemüse ersetzt werden.

Sportliche Bewegung wie Ausdauertraining und eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht können das HDL-Cholesterin zusätzlich erhöhen. Allein durch mehr Bewegung und eine leichte Ernährungsumstellung lässt sich das HDL-Cholesterin um bis zu 15% steigern.

So lässt sich das Gesundheitsrisiko drastisch verringern. Durch den Anstieg des HDL-Cholesterin sinkt zugleich auch das schädliche LDL-Cholesterin.

LDL Cholesterin zu hoch

Irrtümlich wird Cholesterin meist für ein schädliches Gift gehalten. Dabei ist es so, dass wir ohne diesen Stoff nicht leben könnten. Unser Körper braucht nämlich die fettähnliche Substanz, welche in der Leber erzeugt wird, um Sexualhormone, Vitamin D und Gallensäuren zu produzieren. Schädlich wird Cholesterin nur dann, wenn große Mengen davon aufgenommen werden.

Bei diesem Verlauf spielt vor allem das LDL-Cholesterin eine große Rolle. LDL bedeutet Lipoproteine niedriger Dichte. Wenn die Grenzwerte vom LDL-Cholesterin zu hoch sind, kann es zu schwerwiegenden Herzkreislaufproblemen kommen.

In schlimmen Fällen sogar zu Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Fresszellen unseres Immunsystems nehmen das LDL-Cholesterin als Eindringlinge wahr und versuchen diese zu bekämpfen.

Wenn die Werte zu hoch sind, verengen sich die Gefäße und der Blutfluss wird beeinträchtigt. Daher empfiehlt sich ein LDL-Wert von ca. 100 bis 160 mg/dl. Die Cholesterinwerte werden von der Ernährung stark beeinflusst.

In tierischen Lebensmitteln wie rotem Fleisch, Eigelb, Vollmilch und Butter ist viel enthalten. Sie können den erhöhten Wert des LDL-Cholesterin senken, indem Sie sich bewusst und gesund ernähren.

Um die Cholesterinwerte niedrig zu halten, sollten Sie auch viele Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen. Diese finden Sie beispielsweise in Vollkornprodukten, in frischem Obst, in Bohnen und in Fisch.

Mit der richtigen Ernährung können Sie effektiv den Wert des LDL-Cholesterin senken. Doch bei schweren Fällen ist meist eine Behandlung von einem Arzt durch medikamentöse Cholesterinsenker nötig.

Dennoch empfiehlt sich eine cholesterinarme Ernährung, um die Werte langfristig auf einem gesunden Niveau zu halten.

Cholesterin-Grenzwerte

Je nach Alter und Geschlecht variieren der Cholesterinspiegel und damit die Normalwerte. Bei jungen Frauen sind normale Cholesterinwerte niedriger als bei jungen Männern, im Alter nehmen sie jedoch bei Frauen mehr zu als bei Männern.

Der Gesamtcholesterinspiegel ist gut bzw. gilt als normal, wenn er bei ungefähr 200 mg/dl oder darunter liegt. Erhöhte Cholesterinwerte sind zwischen 200 und 240 mg/dl, alles darüber ist zu hoch. Die Normalwerte der Deutschen sind im Schnitt erhöht, mit etwa 230-240 mg/dl.

Erhöhte Cholesterinwerte sind allerdings nicht in jedem Fall schlimm. Dadurch, dass Cholesterin in HDL und LDL aufgeteilt wird, regulieren sich beide Werte in bestimmten Fällen.

Cholesterin Grenzwerte für das “schlechte” LDL-Cholesterin liegen zwischen 100 und 160 mg/dl, Werte für das “gute” HDL etwa um 40 mg/dl. Je niedriger nun das “schlechte” und je höher das “gute”, desto besser.

Aber selbst wenn beide Werte erhöht sind, kann das LDL- gegebenenfalls das erhöhte HDL-Cholesterin ausgleichen, so dass dennoch kein gesundheitliches Risiko besteht.

Statt auf Normwerte zu achten, sollte daher lieber auch auf das Gesamtcholesterin geschaut werden, möglicherweise handelt es sich nämlich noch um normale bzw. gesunde Cholesterinwerte.

Möchte man seine Cholesterinwerte verbessern, so empfiehlt es sich, über einen längeren Zeitraum hinweg mehrmals Messung mit einem verlässlichen Cholesterin Test durchzuführen, um anschließend die Vorher- und Nachher-Werte vergleichen zu können.

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