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Ratgeber Handgelenk Blutdruckmessgerät

Blutdruck messen – leichtgemacht! Das geht mit Hilfe digitaler Blutdruck-Messgeräte für den Hausgebrauch. Die regelmäßige Messung zu Hause unter Berücksichtigung der Voraussetzungen liefert Sicherheit.

Doch ob man sich für ein Gerät mit Oberarmmanschette oder für die Manschette am Handgelenk entscheidet für die Blutdruckmessung, richtet sich nach persönlichen Vorlieben. Die Messgenauigkeit der Daten unterscheidet sich nicht. Werden die Werte dokumentiert, wird eine Tendenz erkennbar. Gemessen werden sollte stets zu den gleichen Uhrzeiten.

Was ist ein Handgelenk Blutdruckmessgerät

Handgelenk-Blutdruckmessgeräte sind kompakt und handlich. Das ist ein Vorteil gegenüber den Oberarm-Geräten. Auch der Ärmel muss nicht hochgekrempelt werden, denn benötigt wird lediglich das linke Handgelenk. Die auf dem Markt erhältlichen Geräte bieten viel Komfort und sind einfach zu bedienen. Um dem Blutdruck die Chance zu geben, zur Ruhe zu kommen und aussagefähige Werte zu geben, sollte man ca. 10 Minuten in Ruheposition verbringen. ( Das gilt auch für eine Pulsmessung)

Schwere Mahlzeiten vor der Messung sind zu vermeiden. Danach legt man das Gerät einhändig an, was problemlos möglich ist. Auch dies stellt einen Vorteil gegenüber dem Oberarmgerät dar. Der Arm sollte zur korrekten Messung in Herzhöhe gelagert und nicht angewinkelt sein (locker ablegen). Wo kein Tisch in der Nähe ist oder die Tischhöhe nicht ausreicht, kann ein Kissen untergelegt werden.

Nun wird das Gerät mittels Knopfdruck eingeschaltet. Die Manschette pumpt sich automatisch auf. Nach und nach nimmt der Luftdruck wieder ab und der systolische, diastolische sowie der Pulswert werden erfasst. Ein Signalton beendet den Messvorgang. Je nach Gerät können 30, 60 oder mehr Messungen gespeichert werden, die eine nachträgliche Dokumentation ermöglichen. Manche Messgeräte zeigen auch an, ob sie sich in korrekter Herzhöhe befinden; erst dann kann die Messung beginnen.

Geräte mit USB-Anschluss bieten die Option, die Messwerte auf dem Computer zu speichern und gar als Liste oder Grafik auszudrucken. Auch eine Übertragung via Bluetooth in eine App kann möglich sein, wie auch die direkte Übertragung in die BlutdruckDaten App.

Die Preisspanne ist groß. Ab 7 Euro gibt es nach oben kaum Grenzen. Doch macht der Preis nicht unbedingt eine Aussage über Qualität und Messgenauigkeit. Wer sich das Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga als Parameter nimmt, macht nichts falsch, unabhängig vom Preis.

Aufgrund unterschiedlicher Handgelenke sollten diese vor dem Kauf gemessen werden, denn es gibt keine einheitlichen Manschettengrößen. Unterschieden werden, wie beim Kleiderkauf, die Größen S, M, L und XL.

Die folgende Größentabelle gibt Aufschluss über Maße:

  S M L XL
Oberarmmanschette < 22 cm bis 36 cm bis 42 cm > 42 cm
Handgelenkmanschette < 13 cm bis 19,5 cm bis 21,5 cm > 21,5 cm

Manche Produkte eignen sich für mehrere Größen und sind entsprechend gekennzeichnet.

Wichtig: Bei der Planung eines Kaufes sollte möglichst das Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga berücksichtigt werden. Es ist Garant dafür, dass das Gerät präzise Werte liefert. Blutdruckmesser mit diesem Prüfsiegel wurden an mindestens 96 Probanden auf Genauigkeit getestet.

Die zu prüfenden Geräte wurden ausgewählt ohne Wissen der Hersteller und von einem unabhängigen Labor in Augenschein genommen. Zweitrangig bei der Anschaffung sollte der Preis sein, denn gewünscht sind ja exakte Werte. Bei mittleren Preislagen lassen sich aber beide Wünsche in Einklang bringen.

Der Messvorgang

Blutdruckmesser für das Handgelenk sind einfach zu bedienen. Vor der Messung setzt man sich zunächst hin und kommt für ca. 10 Minuten zur Ruhe. Das Gerät wird am linken Handgelenk angelegt und der Klettverschluss geschlossen. Der Arm liegt dabei am besten auf dem Esstisch (nur wenig angewinkelt).

Das Blutdruckmessgerät sollte etwa in Herzhöhe liegen, daher ggf. ein Kissen unter den Arm legen. Eine zu hohe oder zu tiefe Lagerung verfälscht das Messergebnis. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, wird das Gerät eingeschaltet. Alles Weitere läuft automatisch, man muss nur abwarten. Die Manschette pumpt sich automatisch auf, danach sinkt der Druck wieder ab, sodass der systolische, der diastolische sowie der Pulswert gemessen werden.

Die meisten Geräte arbeiten oszillometrisch, d. h. sie erfassen die Schwingungen des pulsierenden Blutes. Vereinzelte Geräte arbeiten nach Korotkoff-Geräuschen, welche die Töne des Blutflusses sind.

Mögliche Fehlerquellen beim Messvorgang

Während des Messvorganges sollte man das Sprechen und Bewegen vermeiden, da sonst die Ergebnisse verfälscht werden oder das Error-Signal ertönt. Dann muss erneut gemessen werden. Gemessen werden sollte im Sitzen, da sich in liegender Position ganz andere Werte ergeben würden. Fehlerhafte Ergebnisse könnten sich ebenfalls ergeben, wenn der Arm zu hoch oder zu tief gelagert wird (Herzhöhe sollte sein) oder zu stark angewinkelt liegt.

Eine kurze Übersicht digitaler Handgelenk-Messgeräte

  • Testsieger ist das Gerät Sanitas SBC 53. Zum Preis von ca. 60 Euro. Messmethodik: oszillometrisch; Anzeige von Herzrhythmusstörungen; Manschettengröße M; 2 Nutzer mit je 60 Speicherpätzen möglich; Datenübertragung via Bluetooth (iOS/Android) App gratis; Datenübertragung per Bluetooth zur BlutdruckDaten-App; Batterien werden mitgeliefert; keine Gastfunktion

Die Vorteile im Überblick: direkte Datenübertragung in die BlutdruckDaten App via Bluetooth; gute Messgenauigkeit; gut ablesbares Display; einfache Handhabung; 2 x 60 Speicherplätze; Morgenhypertonieerkennung; WHO-Indikator; Arrhythmieerkennung; Bluetooth-Übertragung an HealthCoachApp möglich; leicht verständliche, ausführliche Gebrauchsanleitung, 2 x 1,5 V AAA-Batterien beiliegend

Die Nachteile im Überblick: keine Gastfunktion; kein Bewegungssensor

  • Ebenfalls oszillometrisch arbeitet das Handgelenk-Blutdruckmessgerät Medisana BW 300 connect zum Preis von ca. 42 Euro. Weitere Merkmale: Anzeige von Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie); Manschettengröße L; 2 Nutzer mit je 180 Speicherplätzen; Gastfunktion; Datenübertragung: Bluetooth (iOS/Android) vitaDock App kostenlos; Datenübertragung per Bluetooth zur BlutdruckDaten-App; Datenübernahme aus dem herstellereigenen Portal in die BlutdruckDaten-App möglich; mit aufladbarem; derzeit einziges Handgelenkmessgerät mit direkter Bluetooth-Datenübertragung an BlutdruckDaten

Die Vorteile im Überblick: Display beleuchtet und gut ablesbar; einfache Handhabung; 2 x 180 Speicherplätze; Gastfunktion; WHO-Indikator; Arrhythmieerkennung; Manschetten 13,5 – 21,5 cm; Messung beim Aufpumpen; Bewegungssensor; ausführliche und gut lesbare Gebrauchsanleitung; Lithium-Ionen-Akku; gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis; Bluetooth zur übertragung der Daten in VitaDock App oder VitaDock online; kostenloses Software-Update; Mini-USB-Ladekabel beiliegend

Die Nachteile im Überblick: Online-Registrierung für die App-Nutzung; Datenübertragung an die VitaDock-App manchmal problematisch; nur für neuere Endgeräte möglich; kein Stecker zum Anschluss an die Steckdose enthalten

Weitere Handgelenk-Blutdruckmessgeräte finden Sie hier:

https://www.blutdruckdaten.de/messgeraete.html

Zum Schluss

Handgelenk-Blutdruckmesser sind auch bequem für unterwegs. Wer alle Voraussetzungen erfüllt, erhält korrekte Werte. Gute Bewertungen erhielten alle Geräte, auch das Preis-/Leistungsverhältnis wurde gelobt.

Jedes Produkt hat seine Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt. Sicher ist jedoch, dass jeder sein Gerät findet. Bei der Auswahl sollte nicht der Preis ausschlaggebend sein.

Ratgeber Handgelenk Blutdruckmessgerät
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