Bluthochdruck mit Probiotika behandeln – Studien & Wirkung

Probiotika: Ein wirksamer Helfer gegen Bluthochdruck

Die moderne Medizin steht vor einer erstaunlichen Erkenntnis: Probiotika, bekannt für ihre positiven Effekte auf die Darmgesundheit, könnten auch einen maßgeblichen Beitrag zur Behandlung von Bluthochdruck leisten. Dies geht aus mehreren Studien hervor, die die Wirkung dieser lebenden Darmbakterien auf den Blutdruck untersucht haben. Ihre Anwendung ist nicht nur einfach, sondern auch sicher, und wird üblicherweise in Form von Kuren eingesetzt.

Die Verbindung zwischen Darmflora und Bluthochdruck

Die Forschung deutet darauf hin, dass eine intensivere Pflege unserer Darmflora, etwa durch die regelmäßige Einnahme von Probiotika, Bluthochdruck effektiv entgegenwirken könnte. Bluthochdruck ist ein weitverbreitetes Problem, das bereits ein Drittel der Erwachsenen über 30 betrifft und für viele Gesundheitsbeschwerden verantwortlich ist. Die Zusammensetzung der Darmflora spielt hierbei eine zentrale Rolle.

Studien zeigen Zusammenhänge auf

Eine Studie aus dem Jahr 2017 untersuchte die Darmflora von Personen mit normalem und hohem Blutdruck und fand signifikante Unterschiede. Eine verminderte Vielfalt an Bakterien und ein Überwiegen schädlicher Bakterienarten wurden bei Bluthochdruckpatienten festgestellt. Interessanterweise zeigten Experimente, in denen die Darmflora von hypertensiven Menschen auf Mäuse übertragen wurde, dass diese Tiere ebenfalls einen erhöhten Blutdruck entwickelten. Umgekehrt führte die Übertragung einer gesunden Darmflora auf hypertensive Mäuse zu einer Normalisierung des Blutdrucks.

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Probiotika als präventive und therapeutische Maßnahme

Probiotika könnten nicht nur bei der Vorbeugung von Bluthochdruck hilfreich sein, sondern auch bei dessen Behandlung. Eine Meta-Analyse von neun Studien, durchgeführt von Dr. Jing Sun und Kollegen, zeigte, dass Probiotika wahrscheinlich sowohl präventiv als auch therapeutisch gegen hohen Blutdruck wirken können. Besonders bei Personen mit einem Blutdruck von 130/85 oder höher war die Wirkung der Probiotikaeinnahme am deutlichsten.

Die Wissenschaft hinter Probiotika und Blutdruck

Die Wissenschaft hinter Probiotika und Blutdruck
Die Wissenschaft hinter Probiotika und Blutdruck

Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass Probiotika den systolischen Blutdruckwert im Durchschnitt um 3,56 mmHg und den diastolischen Wert um 2,38 mmHg senken können. Eine wesentliche Bedingung für diesen Effekt ist die kontinuierliche Einnahme über mindestens acht Wochen. Es wurde festgestellt, dass Probiotika mit einer breiteren Palette an Bakterienstämmen eine stärkere Wirkung zeigen.

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Vergleichende Studien und ihre Ergebnisse

Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2013, die vierzehn verschiedene Studien berücksichtigte, kam zu ähnlichen Schlussfolgerungen. Hier wurde ermittelt, dass Probiotika den systolischen Blutdruck um durchschnittlich 1,09 mmHg und den diastolischen um 3,1 mmHg senken können.

Der Mechanismus hinter der Wirkung

Der genaue Mechanismus, durch den Probiotika den Blutdruck beeinflussen, ist noch nicht vollständig geklärt. Vermutet wird, dass neben der bekannten Wirkung auf Übergewicht, Cholesterinspiegel und Blutzuckerregulierung auch andere Faktoren eine Rolle spielen könnten. Analysen zeigen, dass Personen mit Bluthochdruck oftmals eine geringere Anzahl an SCAF-bildenden Bakterien in ihrer Darmflora aufweisen. SCAF steht für kurzkettige Fettsäuren, die vor allem als Energiequelle für Darmschleimhautzellen dienen und somit zur Darmgesundheit beitragen.

Zusätzliche Vorteile kurzkettiger Fettsäuren

Kurzkettige Fettsäuren spielen nicht nur eine Rolle in der Darmgesundheit, sondern haben auch präventive Effekte gegen Diabetes und wirken entzündungs- sowie krebshemmend. Ihr Fehlen in der Darmflora kann zu einem Anstieg des Blutdrucks führen.

Auswahl der richtigen Probiotika

Obwohl viele Lebensmittel, insbesondere einige Joghurtarten, als probiotisch beworben werden, ist deren Gehalt an lebenden Bakterien oft zu gering oder sie enthalten nur eine begrenzte Anzahl an Bakterienstämmen. Daher wird empfohlen, qualitativ hochwertige Nahrungsergänzungsmittel mit einem breiten Spektrum an probiotischen Bakterienstämmen zu wählen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Insgesamt bietet die Einnahme von Probiotika eine vielversprechende Möglichkeit, den Blutdruck auf natürliche Weise zu regulieren. Wichtig ist jedoch, auf die Qualität und Zusammensetzung der Probiotika zu achten und sie über einen längeren Zeitraum regelmäßig einzunehmen.

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