Hoher Blutdruck – niedriger Puls

Wie kann es zu dem Symptom Hoher Blutdruck – niedriger Puls kommen? Um überhaupt zu verstehen, was ein hoher Blutdruck in Verbindung mit einem niedrigen Puls aussagt, muss man die Zusammenhänge erfassen. Halbwissen ist gefährlich und kontraproduktiv.

Der wichtigste Wert ist der sogenannte obere Wert, der eine Aussage über die Pumptätigkeit des Herzens macht und der Puls gibt die Häufigkeit der Kontraktionen preis.

Verschiedene Ursachen für Hoher Blutdruck – niedriger Puls

Die Kombination der Hypertonie (Bluthochdruck) in Verbindung mit einem niedrigen Puls kann verschiedene Ursachen haben und auf diverse Erkrankungen hinweisen. Wie gesagt kann, muss aber nicht. Die Manipulation des Blutdrucks verursacht nicht automatisch die Veränderung des Pulsdrucks.

Verengen sich die Gefäße, steigt der Blutdruck, weiten sie sich, sinkt er. Der Pulsdruck gibt die Zahl der Kontraktionen des Herzens an und hat nichts mit dem Durchmesser und der Fließfähigkeit des Blutes zu tun. Ist der Körper gesund, passt er die benötigten Werte automatisch an und versorgt alle Zellen mit Blut.

Ein hoher Blutdruck ist nicht in jedem Fall krankhaft. Alltäglich ist der Körper unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt und lässt den Blutdruck schwanken. Das hat keinerlei negative Auswirkungen und ist lediglich eine Anpassung. Auch die Seele hat ein Mitspracherecht im Bereich des Blutdrucks. Stress wirkt sich auf die Werte aus.

Ein chronisch hoher Blutdruck dagegen (im Besonderen die arterielle Hypertonie) ist häufig die Folge einer Erkrankung oder hat seine Ursache im höheren Lebensalter und muss in jedem Fall abgeklärt werden.

Niedrige Pulswerte ist nicht zwingend pathologisch, denn auch Ausdauersportler haben niedrige Pulswerte. Ihr Herz ist so hinreichend trainiert, dass es mit jedem Stoß eine höhere Menge Blut als beim durchschnittlichen Menschen ausstößt und schlägt infolgedessen seltener. Der Ruhepuls eines gesunden Erwachsenen liegt bei 50 – 80 Schlägen pro Minute und kann bei einem Ausdauersportler noch niedriger liegen.

Manche Medikamente allerdings können einen gesenkten Pulsdruck bewirken. Einige Blutdrucksenker haben diese Wirkung. So soll das Herz weniger belastet werden. Das stellt auch kein Problem dar, wenn es lediglich zu geringen Abweichungen kommt.

Doch einige Erkrankungen, wie z. B. das Sick-Sinus-Syndrom (Wenn der Sinusknoten zu selten Impulse sendet, verlangsamt sich die Herzfrequenz. Diesen Zustand bezeichnet man als Sinusbradykardie. Es können Symptome wie Schwindel, Müdigkeit oder sogar Ohnmacht auftreten. Teilweise wechseln sich beim SickSinusSyndrom ein langsamer und ein schneller Herzschlag ab.

Quelle: Wikipedia > Durchblutungsstörungen, die arterielle Verschlusskrankheit, eine Schilddrüsenunterfunktion, Typhus und Gelbfieber machen ein besorgniserregendes, behandlungsbedürftiges Symptom daraus.

Die Ursachen gilt es in jedem Fall abzuklären, um gegebenenfalls schlimme Folgen zu verhindern.

Wann ist ein hoher Blutdruck in Verbindung mit einem niedrigen Puls problematisch?

In jedem Fall sollte die dramatische Erhöhung des Blutdrucks behandelt werden. Auch die chronische auf Werte von über 140/90 mmHg. Die sogenannte Eklampsie, die vor allem im letzten Drittel einer Schwangerschaft auftreten kann und deren Folge Krampfanfälle sein können, ist als bedrohlich für Mutter und Kind einzustufen und geht einher mit erhöhtem Blutdruck und niedrigem Puls. Schwangere sollten daher regelmäßig die Werte messen.

Auch ist ein niedriger Puls unter 60 Schlägen/Min. nicht in jedem Fall gefährlich. Gefährlich ist jedoch das schnelle Absinken der Herzfrequenz, vor allem bei Nichtsportlern. Die sogenannte Bradykardie wird dramatisch bei unter 50 Schlägen/Min. und ist behandlungsbedürftig.

Bluthochdruck muss behandelt werden, vor allem, wenn er chronisch ist. Ein niedriger Puls wird immer dann gefährlich, wenn er mit Herzrhythmusstörungen einhergeht. Hierfür gibt es zahlreiche Ursachen, die auf Herzproblemen, Schilddrüsenerkrankungen und Gefäßerkrankungen basieren können.

Hoher Blutdruck – niedriger Puls  -> Die Therapie

Lediglich eine akute Symptomatik erfordert rasches Handeln. Steigt der Blutdruck und der Puls sinkt rapide, sollte sofort der Notarzt informiert werden. Dem niedrigen Puls wird medikamentös mittels Beta-Adrenorezeptor-Agonisten entgegengewirkt.

Das letzte Mittel ist der Herzschrittmacher. Ein EKG hilft dem Arzt bei der Feststellung. Gefährdete Personen sollten Blutdruck und Puls regelmäßig kontrollieren und stets aufmerksam sein und ggf. schnell handeln.

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Autor: Robert Milan

Der Autor: - Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.

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