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Ferritinmangel – Ursachen und Symptome von Eisenmangel

Ferritinmangel, auch als Eisenmangel bekannt, gehört zu den häufigsten Mangelerscheinungen überhaupt. So ist ungefähr jeder dritte Erdenbürger von einem solchen Mangel betroffen. Für den menschlichen Organismus ist Eisen aber ein sehr wichtiges Spurenelement. Etwa drei bis vier Gramm enthält der Mensch von dieser Substanz. Wobei Ferritin nicht vom Körper selbst produziert werden kann. Demnach muss dieser Stoff Tag täglich über die Nahrung aufgenommen werden.

Welche Ursachen finden sich für einen Ferritinmangel?

Damit der menschliche Körper den roten Blutfarbstoff Hämoglobin bilden kann, benötigt er Ferritin. So sind die roten Blutkörperchen dafür zuständig, dass der Sauerstoff zu unseren Organen, wie Geweben transportiert wird. Rund Dreiviertel des Ferritins sind daher eng mit dem Hämoglobin verknüpft.

Das hier übrige Viertel hingegen wird in den Zellen der Milz, Leber, wie des Knochenmarks eingelagert. So versorgt Ferritin die Zellen im Organismus stets mit ausreichend Energie. Hinzu kommt, dass Eisen ebenso zur Versorgung des Abwehrsystems, sowie verschiedener Stoffwechselvorgänge benötigt wird.

Stellt der Mediziner bei einem Menschen einen Ferritinmangel fest, können hier unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen.

Diese können demnach sein:

  • Verloren gegangenes Ferritin durch Blutungen
  • Erhöhter Ferritinbedarf seitens des Organismus
  • Zu geringen Ferritinaufnahme über die Nahrung

Welche Symptome löst ein Ferritinmangel aus?

Liegt ein Ferritinmangel vor, kann dies zu verschiedenen Symptomen führen. Einige Betroffene fühlen sich häufig antriebslos und ständig müde. Auch ein verminderter Appetit, Haarausfall, brüchige Nägel, schnelle Reizbarkeit, wie eine blasse Färbung der Haut sprechen oftmals für einen Mangel an Eisen. So mancher Patient klagt in diesem Zusammenhang auch manchmal über depressive Stimmungen.

Vor allem Frauen im entbindungsfähigen Alter haben oftmals mit einem Ferritinmangel zu kämpfen. Gerade während der Monatsblutungen geht jede Menge Eisen verloren.

Außerdem sind auch folgende Personen besonders von einem Eisenmangel betroffen:

  • Stillende Mütter
  • Schwangere Frauen
  • Ältere Menschen
  • Kinder
  • Personen, die mit einer chronischen Herzkrankheit kämpfen
  • Krebspatienten
  • Personen, die an Erkrankungen im Nierenbereich oder im Magen-Darm-Trakt leiden
  • Sportlich aktive Personen

Jede fünfte Frau im gebärfähigen Alter leidet meist an einem Mangel an Ferritin. Ebenso kämpfen aber auch oftmals Vegetarier, wie Veganer mit dieser Unterversorgung. Schließlich nehmen diese Personen meist Eisen über pflanzliche Nahrungsmittel auf. Häufig sind die hier zu findenden Mengen an Ferritin nicht groß genug. Nur wer täglich seine Kost sorgfältig zusammenstellt, wird seinen Körper mit genügend Eisen versorgen.

Wer an einem Ferritinmangel leidet, muss damit rechnen unter Umständen infolgedessen mit einer Blutarmut zu kämpfen zu haben. Dies wiederum führt zu einem Sauerstoffmangel im Organismus. Gebärfähige Frauen benötigen täglich etwa 15 mg Ferritin, während Männer nur rund 10 mg brauchen.

Was können Betroffene selbst gegen einen Ferritinmangel unternehmen?

Wer mit einem Ferritinmangel zu kämpfen hat, sollte auf Lebensmittel zurückgreifen, die einen hohen Eisengehalt besitzen. So sollte der Speiseplan, beispielsweise, öfter einmal aus Bohnen, rotes Fleisch und aus Fisch bestehen.

Die Einnahme diverser Eisenpräparate  zur Vorsorge eines Ferritinmangels hingegen gilt es nicht ohne Absprache eines Arztes vorzunehmen. Kommt es zu einem Eisenüberschuss im menschlichen Körper kann dies die inneren Organe schädigen. Hinzu kommt, dass die Gefahr besteht, dass der Ausbruch möglicher Krankheiten in diesem Fall gefördert wird. Wer vermutet, dass er an einem Mangel an Ferritin leidet, sollte einen Mediziner aufsuchen. Mit Hilfe eines Bluttests kann dieser feststellen, ob ein Eisenmangel tatsächlich vorliegt.

Liegt tatsächlich ein Mangel an Ferritin vor, kann der Betroffene auch selbst etwas gegen diese Unterversorgung unternehmen. Mehrmals wöchentlich sollten demnach Linsen, Bohnen und Hülsenfrüchte den Speiseplan bestimmen. Auch Vollkornprodukte, sowie mageres Fleisch enthalten jede Menge von diesem wertvollen Spurenelement.

Wissenswert ist außerdem, dass ein Glas Orangensaft zum Essen hilft den Ferritinspeicher wieder zu füllen. Gleiches gilt ebenfalls für Gemüsesorten, wie Rosenkohl, Sauerkraut oder Paprika, denn in diesem Fall wird gleichzeitig der Vitamin-C-Bedarf gedeckt. Spinat hingegen eignet sich hier weniger, da dieses Gemüse ebenso Oxalsäure enthält.

Um im gleichen Zuge einer Blockierung der Ferritin-Verwertung entgegen zu wirken, gilt es zur eisenreichen Kost auf keinen Fall Getränke, wie Tee, Kaffee, Milch oder Cola zu sich nehmen. Dies gilt ebenso für den Genuss direkt vor oder kurz nach dem Essen.

Wie behandeln Mediziner einen Ferritinmangel?

In der Regel lässt sich ein Ferritinmangel stets gut behandeln und demnach beseitigen. Betroffene sind in diesem Fall allerdings stets gezwungen sich aktiv an der Therapie zu beteiligen. Das heißt, die verordneten Eisenpräparate, welche meist in Form von Tabletten verschrieben werden, gilt es über einen Zeitraum von meist mehreren Monaten regelmäßig, konsequent einzunehmen. Außerdem ist es enorm wichtig, dass diese Patienten in Zukunft auf eine gesunde, wie ausgewogene Ernährung achten.

Fazit: Oftmals haben Frauen mit einem Ferritinmangel zu kämpfen, aber auch Männer, wie Kinder können hier an einer Unterversorgung leiden. Wer sich hingegen stets gesund, wie ausgewogen ernährt und ein wenig darauf achtet, dass regelmäßig eisenhaltige Nahrungsmittel den Speiseplan bereichern, wird meist einem Mangel an Ferritin verhindern können. Vor allem Vegetarier, wie Veganer sollten stets darauf achten, dass sie genügend Eisen zu sich nehmen, da diese Personen auf Fleisch verzichten, welches ebenfalls als guter Eisenlieferant gilt.

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