Puls messen

Wie lässt sich der eigene Puls messen?

Wer in regelmäßigen Abständen seine Gesundheit etwas Genauer in Augenschein nehmen möchte, sollte sowohl seinen Blutdruck, als auch seinen Puls messen. Beide Werte stehen in enger Zusammenarbeit, bedeuten aber keineswegs das Gleiche. Während man für eine Blutdruckmessung stets ein spezielles Gerät zur Hand haben muss, lässt sich der Puls auch ohne solche Gerätschaften ermitteln.

Wichtig ist hier lediglich, dass Sie Ihren sogenannten Ruhepuls herausfinden und diese Messung gleich vier Mal wiederholen, um auf Nummer sicher gehen zu können. So gilt es, in diesem Fall den  15-Sekunden-Intervall zu messen. Den gemessenen Wert muss man dann nur noch mit vier Multiplizieren.

So nehmen Sie eine Pulsmessung vor

Wer eine Pulsmessung bei sich durchführen möchte, benötigt dafür nur eine Pulsuhr bzw. eine Armbanduhr mit Sekundenzeiger. Da eine einmalige Messung des Pulses aber kaum aussagekräftig ist, gilt es sich die genaue Stelle am Handgelenk stets zu merken und die Pulsmessung exakt an derselben Stelle zu wiederholen.

Haben Sie Ihren Puls ertastet, verwenden Sie für die Messung immer zwei Fingerkuppen, sowie den Daumen. 15 Sekunden lang, nach dem Start, gilt es jetzt den Pulsschlag zu zählen und anschließend diesen Wert mit vier zu multiplizieren, um den Minutenwert herauszufinden. Liegt hingegen eine Herzrhythmusstörung in Form einer absoluten Arrythmie vor, gilt es die Pulsmessung über eine Minute lang vorzunehmen.

An welchen Körperstellen lässt sich eine Pulsmessung am besten vornehmen?

Im Grunde lässt sich eine Pulsmessung überall da vornehmen, wo eine Arterie entlang läuft. Besonders gut eigenen sich Körperstellen, wo die Arterie an der Oberfläche verläuft und gegen einen Muskel oder auch Knochen gedrückt werden kann. Sowohl am Handgelenk, als auch an den Schläfen lässt sich der Pulsschlag zum Teil sogar mit dem bloßen Auge erkennen. Die Speichen-, wie die Halsarterie eigenen sich besonders gut zur Pulsmessung.

Welche Merkmale bringt der Puls mit?

Die Frequenz drückt die Geschwindigkeit des Herzschlags aus. Ebenso wichtig, sind aber auch der Rhythmus bzw. die Gleichmäßigkeit und die Qualität des Pulses. Um Letzteres ermitteln zu können, braucht es aber Erfahrung oder medizinisches Fachwissen.

Beim Rhythmus dagegen sollte stets eine Gleichmäßigkeit vorliegen. Kommt es zu Schlägen, die sich außerhalb des Grundrhythmus befinden, bezeichnen Experten diese Abweichungen als Extrasystolen. Hierbei handelt es sich um erste Anzeichen für eine Herzrhythmusstörung.

Welche Pulswerte gelten als normal?

Erwachsene sollten bei einer Pulsmessung möglichst einen Wert zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute erreichen. Liegt der Puls-Wert hingegen bei 50 oder noch darunter handelt es sich um einen idealen Wert. So schaffen es Leistungssportler sogar einen Ruhepuls zwischen 32 und 40 Schläge zu erreichen. Teenager verfügen dagegen über einen normalen Puls, der sich zwischen 80 und 100 Schlägen pro Minuten befindet, während dieser bei Kindern zwischen 100 und 120, sowie bei Embryos zwischen 160 bis 180 Schlägen pro Minute liegt.

Diese Werte gilt es  allerdings stets als Richtwerte zu sehen. Bei Fieber, Flüssigkeitsmangel, Stress und Ähnlichem können diese Werte ansteigen. Nach Angaben wissenschaftlicher Studien ist bereits ab einem Ruhepuls von 77 Schlägen pro Minute ein erhöhtes Schlaganfall-, wie Herzinfarktrisiko zugegen. Im umgekehrten Fall sollte ein Puls-Wert von 60 Schlägen pro Minute nicht unterschritten werden, wenn es nur zu wenig körperlichen Aktivitäten kommt.

Einen guten Aufschluss über Ihren derzeitigen Gesundheitszustand kann außerdem ebenso der Erholungspuls liefern. Um dieses herauszufinden, gilt es gleich zwei Werte zu ermitteln. Genauer gesagt, werden der Belastungspuls nach sportlicher Aktivität und der Puls eine Minute nach Ende der körperlichen Anstrengung benötigt.

Je zügiger sich der Kreislauf, wie das Herz von der sportlichen Einheit erholt, desto besser ist in diesem Fall Ihr Gesundheitszustand. Eine Abweichung von 50 Schlägen pro Minute gilt hier als herausragend, während Werte zwischen 30 und 49 Schläge pro Minute immer noch als sehr gut bezeichnet werden können. Auch ein Minus von 20 Schlägen pro Minute ist aber kein Grund zur Besorgnis, denn auch diese Veränderung liegt noch im Normbereich.

Normalwerte Ruhepuls

  • Senioren

Ältere Menschen verfügen über einen normalen Ruhepuls, wenn dieser etwa 90 Schläge pro Minute aufweist.

  • Erwachsene

Bei erwachsenen Menschen liegt dieser Normalwert zwischen 60 und 70 Schlägen pro Minute.

  • Teenager

Jugendliche besitzen einen normalen Ruhepuls, wenn dieser zwischen 90 und 100 Schläge pro Minute liegt.

Liegt der Ruhepuls bei Kindern zwischen 100 und 110 Schläge pro Minute, gilt dies als normal.

  • Säuglinge

Säuglinge hingegen verfügen über einen normalen Ruhepuls, wenn dieser bei circa 130 Schlägen pro Minute liegt.

  • Neugeborene

Bei Neugeborenen liegt der Normalpuls bei etwa 120 bis 140 Schlägen pro Minute.

Fazit: Wer seinen Gesundheitszustand gerne im Auge behält, kann in regelmäßigen Abständen seinen Ruhepuls messen. Mit Hilfe einer Armbanduhr mit Sekundenzeiger ist dies ganz einfach möglich. Lediglich 15 Sekunden lang nach dem Start gilt es bei einer Pulsmessung die Pulsschläge zu zählen und den ermittelten Wert mal vier zu nehmen und schon wissen Sie, ob Ihr Herz im richtigen Takt schlägt.

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Autor: Robert Milan

Der Autor: - Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.
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