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Pulsfrequenz – Welche Werte sind normal?

Eng mit dem Blutdruck verknüpft, sind die Pulswerte der Pulsfrequenz. Hier lassen sich zwar keine identischen Werte ermitteln, dennoch bedeuten normale Pulswerte meist, dass auch die Blutdruckwerte gut sind. In diesem Zusammenhang ist es allerdings wissenswert, dass ein erhöhter Puls das Resultat eines zu niedrigen Blutdrucks sein kann.

Dies geschieht dadurch, dass der Körper versucht dies auszugleichen, indem er zügiger das Blut durch die Adern pumpt, so dass es weiterhin zu einer Aufrechterhaltung des Kreislaufes kommen kann. Messen Sie Ihren Puls erfolgt dies meist im Zusammenhang mit einer Blutdruckmessung. Wobei eine Pulsmessung aber ebenfalls ohne ein solches medizinisches Gerät möglich ist.

Bei welcher Pulsfrequenz sollte Ihr Ruhepuls liegen?

Gehen wir davon aus, dass der Puls unseren Herzschlag reflektiert, sollte ein Erwachsener Pulswerte von 60 bis 70 Schläge pro Minute besitzen. Wobei diese Werte für Frauen, wie für Männer gelten, da es hier kaum zu Abweichungen kommt. Anders sieht es hingegen bei Kindern aus, denn hier liegen die Werte des Pulses weitaus höher. So besitzen Neugeborene einen Puls, der zwischen 120 bis 140 Schläge pro Minute liegt, während Säuglinge immer noch auf rund 110 Pulsschläge pro Minute kommen.

Erst ab dem ersten bis dritten Lebensjahr sinken diese Werte dann ab, so dass Kinder ab spätestens drei Jahren über Pulswerte verfügen, die sich auf etwa 110 Schläge pro Minute einpendeln. Bis zum siebten Lebensjahr besitzen Kinder dann einen Puls von 100 Schlägen pro Minute, welche dann wiederum bis zum zwölften Geburtstag auf rund 90 bis 100 Pulsschläge absinken und dann mit jedem weiteren Lebensjahr den Werten der Erwachsenen näher kommen.

Bei älteren Menschen hingegen schnellt die Pulsfrequenz dann wieder ein wenig höher, so dass Senioren in der Regel einen Puls von rund hundert Schlägen in der Minute besitzen.

Bei Schwangeren kann es zudem dazu kommen, dass die Pulswerte ein wenig höher liegen, als gewöhnlich. Ob und wann diese erhöhten Werte bedenklich sind, entscheidet in der Regel der behandelnde Mediziner. Zumal es verschiedene Methoden gibt, eine erhöhte Pulsfrequenz wieder zu senken.

Worum handelt es sich bei der Pulsfrequenz eigentlich?

Spricht der Mediziner von der Pulsfrequenz bzw. der Herzfrequenz meint dieser die Anzahl der Herzschläge, welche innerhalb einer Minute erfolgen. Wobei es sich hier allerdings nur um eine Position des Pulses handelt. Neben diesem Aspekt wird mittels einer Pulsmessung ebenfalls die Geschwindigkeit, in der der Druck ansteigt, das Füllungsvolumen, sowie die Regelmäßigkeit und der absolute Druck kontrolliert. So bedeutet ein niedriger Puls nicht automatisch, dass der Patient gesund ist, denn im Zusammenhang mit einem unregelmäßigen Herzschlag kann dieser dennoch auf Herzrhythmusstörungen hindeuten.

Wie messen Sie Ihren Puls richtig?

Es gibt verschiedene  Methoden, um den Puls zu messen. So können Sie zur Pulsmessung ein spezielles Gerät, eine Pulsuhr oder auch schlichtweg zwei Finger Ihrer Hand zur Hilfe nehmen. Bei der Messung sollten Sie zudem stets darauf achten, dass eine Stelle Ihres Handgelenks in der Innenseite wählen, wo der Pulsschlag gut fühlbar ist. In der Regel reicht es aus, wenn es Sie für die Pulsmessung einen Zeitraum von 15 bis 30 Sekunden wählen. Die gezählten Pulsschläge gilt es dann mit zwei bzw. vier zu multiplizieren, so dass Sie den Minutenwert erhalten.

Wie kann Sport die Pulswerte beeinflussen?

Die meisten Menschen messen heute ihren Puls mit der Hand oder mit Hilfe einer Pulsuhr. Gerade, wenn es darum geht den Fettabbau bzw. die Fettverbrennung anzuregen, indem beim Sportprogramm ein entsprechender Pulswert genutzt wird, ist die Messung wichtig. So bringen viele Sportler lediglich einen Ruhepuls von etwa 45 mit, während Leistungssportler es sogar schaffen, diesen Pulswert noch zu unterbieten, indem sie nur noch 35 Schläge pro Minute verzeichnen.

Wenn es allerding um den bestmöglichen Pulswert zum Abnehmen geht, scheinen sich auch hier die Experten nicht ganz einig zu sein, denn gerade dieses Thema wird immer wieder heiß diskutiert. Bedeutend ist hier aber stets der sogenannte Belastungspuls. Also der Puls, der während des schweißtreibenden Sportprogramms gemessen wird.

Inzwischen sind sich hier viele allerdings einig, dass es im Breitensport keinen Zusammenhang zwischen den Pulswerten und dem Abnehmen gibt. Das heißt, trainieren Sie auf einem Laufband, Crosstrainer oder auch Heimtrainer, um eine Gewichtsreduktion zu erreichen, spielen Ihre gemessenen Pulswerte eher eine Nebenrolle, da diese Ihre Gewichtsabnahme kaum beeinflussen.

Dennoch gibt es einen sogenannten Fettverbrennungsmodus, der sich mit Hilfe des Pulses errechnen lässt, so dass viele Läufer beständig versuchen diesen einzuhalten.

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